Warum schwitzen wir? Eine Erklärung des Schwitzens und seiner verschiedenen Formen

Schwitzen ist ein natürlicher Vorgang, der für die Regulation unserer Körpertemperatur und die Entgiftung des Körpers unerlässlich ist. Es gibt verschiedene Formen von normalem und krankhaftem Schwitzen.

Formen von normalem Schwitzen

Thermoregulatorisches Schwitzen

Thermoregulatorisches Schwitzen tritt auf, wenn der Körper seine Temperatur regulieren muss, zum Beispiel bei großer Hitze oder nach körperlicher Anstrengung.

Emotionales Schwitzen

Emotionales Schwitzen wird durch nervöse Erregung verursacht, wie sie bei Angst, Lampenfieber, Wut oder Schrecken auftritt. Diese Art von Schwitzen betrifft hauptsächlich die Handflächen, Achseln, Fußsohlen und Stirn.

Gustatorisches Schwitzen

Gustatorisches Schwitzen tritt auf, wenn der Verzehr von sauren, scharfen oder alkoholischen Speisen und Getränken den Stoffwechsel und die Wärmeproduktion anregt.

Krankhaftes Schwitzen

Anhidrose

Anhidrose ist der Zustand, bei dem keine Schweißsekretion stattfindet und die Betroffenen überhaupt nicht schwitzen.

Hypohidrose

Hypohidrose bezeichnet eine verminderte Schweißproduktion, bei der die Betroffenen weniger als normal schwitzen.

Hyperhidrose

Hyperhidrose bezeichnet eine übermäßige Schweißproduktion, die über die notwendige Wärmeregulierung hinausgeht.

Ursachen für starkes Schwitzen

Übergewicht

Übergewicht kann zu erhöhtem Schwitzen führen, da der Körper mehr Energie benötigt, um seine Temperatur zu regulieren.

Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft treten hormonelle Veränderungen auf, die das Schwitzen beeinflussen können.

Stress

Stress kann zu emotionalem Schwitzen führen, da das Nervensystem aktiviert wird und die Schweißdrüsen stimuliert.

Alkohol

Alkohol erweitert die Blutgefäße und erhöht die Körpertemperatur, was wiederum zu gesteigertem Schwitzen führt.

Wechseljahre

In den Wechseljahren kommt es zu hormonellen Veränderungen, die zu Hitzewallungen und starkem Schwitzen führen können.

Infektionskrankheiten

Infektionskrankheiten wie Grippe oder Tuberkulose können Fieber verursachen, das wiederum zu erhöhtem Schwitzen führt.

Schilddrüsenüberfunktion

Eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) kann zu erhöhtem Schwitzen führen.

Warum Schweiß riecht

Der Geruch von Schweiß entsteht, wenn Bakterien auf der Haut den Schweiß zersetzen. Es sind vor allem die Fettsäuren und Ammoniakverbindungen, die bei diesem Prozess entstehen, die den unangenehmen Geruch verursachen.

Veränderungen im Schweiß im Laufe des Lebens

Kindheit

Kinder haben in der Regel einen weniger ausgeprägten Körpergeruch als Erwachsene.

Pubertät

Während der Pubertät kommt es zu hormonellen Veränderungen, die die Aktivität der Schweißdrüsen erhöhen.

Erwachsenenalter

Im Erwachsenenalter bleibt die Schweißproduktion relativ konstant.

Ältere Menschen

Im Alter kann die Schweißproduktion abnehmen.

Weitere Faktoren, die den Schweißgeruch beeinflussen

  • Ernährung: Bestimmte Lebensmittel können den Schweißgeruch beeinflussen
  • Medikamente: Einige Medikamente können den Geruch von Schweiß verändern
  • Krankheiten: Infektionskrankheiten oder Stoffwechselstörungen können zu unangenehmen Körpergerüchen führen